WAR IRGENDWAS
(Epistula non erubescit - Medio flumine quaerere aquam)
feed | feed+ | ich | links | &Lambda   &Delta      ?   +              



Ich bin zu jung, um irgendwas über das politische Wirken Helmut Schmidts während oder gar vor seiner Kanzlerschaft sagen zu können. Ich weiß wenig darüber, welche Ansichten er vertreten hat oder heute noch vertritt. Schon gar nicht weiß ich, ob das alles richtig war, was er so durchgesetzt hat.

Ich kenne Schmidt nur als rauchenden Gast in Talkshows oder als Figur in Filmen über die RAF oder Dokus über die Jahrhundertflut in Hamburg.

Dennoch bin ich absolut angetan von dem Mann. Viele bezeichnen ihn als Staatsmann. Genauso kommt er mir auch vor. Ein Mann des Staates, der immer zum Wohl des eigenen Landes gehandelt hat und Krisen überwunden hat. Mit Verstand. Zielbewusst und konsequent.

Doch wie gesagt, das sind nur Eindrücke, die leicht täuschen können.

Aber ich bewundere seine Auftritte in der heutigen Zeit. Ruhig und bedächtigt beantwortet er Fragen oder nimmt Stellung. Man hört keine Phrasen oder inhaltsleeren Sätze. Er lässt sich Zeit und formuliert: Langsam, logisch und nachvollziehbar. Dabei immer mit einem Nachdruck, der keinen Zweifel offen lässt.
Er weiß, was in der Welt geschieht, und hat eine Meinung. Die mag zwar nicht immer passend sein, aber es ist seine Meinung und die vertritt er nunmal.

Mit den heutigen Probleme wie Finanzkrise und Arbeitslosigkeit hätte sicher auch Schmidt arge Probleme. Er soll ja auch keineswegs wieder Politik machen. Aber es sollte mehr solch Politiker geben. Momentan haben wir doch keinen, der annähernd an eine solche Persönlichkeit herankommt. Auch sind die Reden der Politiker kaum noch verständliche häufig leere Satzgebilde. In Talkshows kommen Floskel an Floskel ohne auch nur irgendwas gesagt zu haben. Keine Sekunde Pause, um sich zu überlegen, was man sagt oder meint.

Dieser Gegensatz bestärkt nur meine Bewunderung für den Staatsmann Helmut Schmidt, der heute seinen 90. Geburtstag feiert und uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt.

heini, 23. Dezember 2008, 01:24

... comment